| biturbo antwortet auf "Golf 2 Radimpulse für Becker DTM Highspeed"
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Hi Leute,
dieses Thema ist eigentlich mehr VW-spezifisch, aber wenn ich das richtig überblicke geht es in den anderen Foren nur um die Werkseinbauten.
Kurzum: ich habe mir ein DTM Highspeed in einem 87er Golf 2 nachgerüstet. Fürs GAL-Signal habe ich mir den MFA-Hallgeber am Tacho nachgerüstet und für Rückfahrsignal den Getriebeschalter angezapft. Soweit funktioniert auch alles schonmal bestens! Allerdings komme ich nicht auf Genauigkeitsstatus 3, und das liegt wohl daran, dass ich die Geräteeinbauwinkel und Impulse je Radumdrehung/Reifenformat nicht eingegeben habe (ja, in solchen Dingen bin ich Perfektionist.. )
Geräteneigung kann ich mir ja noch ausmessen und -rechnen, wenngleich auch ungenau. Das Radio ist ja in Fahrtrichtung etwas nach unten gekippt. Aber die Impulse fehlen mir. Vom elektronischen Tacho des Golf 3 kenne ich z.B. 7, aber das kann ja hier wieder ganz anders sein.
Diese fehlende Info ist wohl auch der Grund, warum mir das Navi im Moment unter Servicefkt. Tasten 1+10 zu höheren Geschwindigkeiten gegenüber dem Tacho ein paar kmh zuviel anzeigt, s. Bild. Denn woher sollte es auch wissen, wieviele Impulse des Gebers welcher Geschwindigkeit entsprechen..
Jemand Erfahrungen? Oder kennt jmd. der es wissen könnte..?!
Dank Euch vorab! :fadein:
Martin
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| BluesMan antwortet auf "Golf 2 Radimpulse für Becker DTM Highspeed"
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Servus,
das Ganze läuft wohl ungefähr so: Das Gerät zählt die Anzahl der Impulse, die z.B. für 100m nötig sind. Diese Strecke ist lang genug, daß die GPS-Toleranz nicht ins Gewicht fällt. Daraus läßt sich recht genau die Anzahl der Impulse pro 1m errechnen. Der Radumfang spielt dann keine Rolle mehr, weil nur das Verhältnis Impulse/Strecke zählt. Und das wird bei der Kalibrierungsfahrt ermittelt. Deswegen kann die K-Fahrt auch nur gestartet werden, wenn ausreichender GPS-Empfang da ist.
Wenn dann mal die GPS-Peilung wegfällt, z.B. im Tunnel oder in Straßenschluchten, wird die gefahrene Strecke sehr genau mitgekoppelt. Die aktuelle Geschwindigkeit liefert jedes GPS-Gerät quasi im Vorbeigehen mit, aus den Differenzen von Strecke und Zeit. Das geht ganz ohne Radimpulse, z.B. solche Handheld-GPS-Teile zum Wandern o.ä. können das auch.
Dazu dient auch der eingebaute "Kreiselkompaß / Gyroskop", den jedes Festeinbau-Navi besitzt. Ist wohl tatsächlich kein regelrechter Kreiselkompaß, sondern eher eine Art Stimmgabel, aber die Funktion ist dieselbe. Damit ermittelt das Gerät Drehungen um die Hochachse, z.B. beim Abbiegen.
Den Einbauwinkel ermittelt das Navi durch Abgleich der Kartendaten, der GPS-Peilung und der gefahrenen Strecke. Biegst Du z.B. 90° rechts ab, erkennt das Gerät bei der K-Fahrt anhand des Kartenabgleichs, ob das jetzt tatsächlich eine 90°-Kurve war, oder ob die Straßen vielleicht in 80° aufeinandertreffen. Aus dem tatsächlichen Kurvenwinkel und dem ermittelten Gyrowert kann dann die Geräteneigung errechnet werden.
Klingt kompliziert, funktioniert in der Praxis aber 1a. Über die verschiedenen Zahlen beim Kalibrierstatus würde ich mir keine Gedanken machen. Es gab hier schon Fälle, wo es mehrere zig km gedauert hat, um auf 3 zu kommen. Das Indianapolis hat schon nur mehr maximal Status 2.
Kann übrigens auch sein, daß ich hier total daneben liege (bin kein Navi-Chefexperte), aber so ungefähr müßte es gehen...
Gruß,
BluesMan
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| biturbo antwortet auf "Golf 2 Radimpulse für Becker DTM Highspeed"
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Das klingt ja soweit recht plausibel, also dann nutze ich das System mal so wie es jetzt läuft. Wenn ich noch neue Erkenntnisse gewinne, bzw. Status 3 erreiche und wie ich dahin gekommen bin, werde ich das hier berichten. Danke jedenfalls nochmals für Deine ausführlichen Erklärungen!
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